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Tourenplanung mit Google Maps: mehrere Ziele und Grenzen

Von Manuel Ober · · 5 Minuten Lesezeit

Ein Tag auf der Karte: sechs nummerierte Stopps mit Route, die Farben zeigen, wer überfällig, bald fällig oder in Ordnung ist.
Ein Tag auf der Karte: sechs nummerierte Stopps mit Route, die Farben zeigen, wer überfällig, bald fällig oder in Ordnung ist.

Route mit mehreren Zielen in Google Maps planen: so geht's

In der Google-Maps-App am iPhone und am Android-Handy sind es vier Schritte:

  1. Ziel suchen. Such den ersten Kunden oder tipp ihn auf der Karte an. Dann tippst du unten links auf „Route“.
  2. Zwischenstopps anfügen. Rechts oben öffnest du das Menü mit den drei Punkten und wählst „Zwischenstopps bearbeiten“. Dort fügst du die weiteren Kunden an.
  3. Reihenfolge ziehen. Halte bei einem Ziel das Symbol mit den drei Strichen („Neu anordnen“) gedrückt und zieh es an die gewünschte Stelle.
  4. „Fertig“ tippen. Damit übernimmt Google Maps die Stopps in die Route.

Am Computer heißt der Knopf im Routenplaner „Ziel hinzufügen“. Möglich sind bis zu neun Ziele, einschließlich des Endziels, mit Auto, Fahrrad und zu Fuß, nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Google-Maps-Hilfe, abgerufen am 8. Oktober 2026).

Was Google Maps im Außendienst kann

Google Maps kann mehr, als die meisten nutzen. Drei Dinge helfen dir im Außendienst.

Mehrere Ziele in einer Route. Bis zu neun Ziele samt Endziel, in der Reihenfolge, die du festlegst.

Eigene Karten (Google My Maps). Unter mymaps.google.com lädst du eine Tabelle hoch, und jede Adresse wird ein Punkt auf der Karte. Die Punkte lassen sich nach einer Spalte einfärben, zum Beispiel nach Kundenklasse. So siehst du dein Gebiet zum ersten Mal als Ganzes. Wie die Liste dafür aussehen muss, steht im Ratgeber Kundenliste aus Excel auf die Karte bringen.

Abfahrtszeit einstellen. Du kannst Datum und Uhrzeit wählen, dann rechnet Google die Verkehrslage ein. Das geht aber nur bei Routen mit einem einzigen Ziel, nicht für deine Tour mit sechs Stopps.

Wo Google Maps aufhört

Google Maps ist ein Navigationsprogramm, kein Planungsprogramm. Fünf Dinge fehlen.

Es weiß nicht, wer dran ist. Im Außendienst lautet die Frage nicht „wie komme ich schnell zu diesen sechs Kunden“, sondern „welche sechs sind es“. Fälligkeit, Besuchsrhythmus und letzter Besuch kommen in Google Maps nicht vor.

Es rechnet die Fahrt, nicht den Tag. Die Zeit beim Kunden fehlt, die Mittagspause, die Parkplatzsuche. Fehlen bei sechs Besuchen je sieben Minuten fürs Parken und Ankommen, sind es am Abend 42 Minuten. Warum das passiert, steht im Ratgeber Fahrzeiten im Außendienst.

Es kennt die Öffnungszeiten deiner Kunden nicht verlässlich. Für ein Restaurant zeigt Google sie an. Ob die Ordination deines Kunden am Mittwochnachmittag geschlossen hat, steht dort oft nicht. Wer das nicht selbst weiß, fährt vergeblich hin.

Es hat eine Obergrenze. Für einen Tag reicht sie meistens. Für die Übersicht über eine ganze Woche nicht.

Es ordnet nichts neu, wenn jemand absagt. Du kannst die Route ändern, der Rest des Tages sortiert sich aber nicht von selbst.

Der Punkt, an dem es kippt

Google Maps reicht, solange du drei Dinge im Kopf behältst: wen du besuchen willst, wann er Zeit hat und wie lange du bleibst. Bei 20 Kunden geht das. Bei 300 Kunden mit drei verschiedenen Rhythmen nicht mehr.

Ein einfacher Test: Überlegst du am Sonntagabend länger, welche Kunden in die Woche kommen, als in welcher Reihenfolge du sie fährst, dann hilft dir Google Maps beim größeren Teil der Arbeit nicht. Was andere Gratis-Werkzeuge leisten und wo sie enden, steht im Ratgeber Tourenplaner Außendienst kostenlos.

Zwei Werkzeuge für zwei Aufgaben

Viele kommen gut zurecht, wenn sie Planen und Fahren trennen.

  1. Planen in einer Liste oder App: wer fällig ist, was zusammenpasst, wie der Tag ungefähr aussieht.
  2. Fahren im Kartendienst: Google Maps, Apple Maps oder Waze, mit Ansagen und aktueller Verkehrslage.

Genau deshalb hat trakki keine eigene Navigation. Beim Fahren sind diese Dienste besser, als es eine kleine App je wird.

So macht es trakki

trakki übernimmt den ersten Teil und übergibt den zweiten an deinen Kartendienst. Die Karte zeigt, wer überfällig, bald fällig oder noch gut ist. Der Tagesplan rechnet mit Straßenzeiten, Öffnungszeiten und deiner Besuchsdauer. Staus zur Stoßzeit kennt er nicht. Sagt ein Kunde ab, bleibt er fällig, und für den freien Platz schlägt trakki Kunden in der Nähe vor.

Zum Losfahren öffnet trakki Google Maps, Apple Maps oder Waze. Welchen Dienst, wählst du in den Einstellungen. Im Browser kannst du trakki mit Beispielkunden ausprobieren, mehr auf der Startseite. Was die App sonst kann, steht auf der Seite Außendienst-App.

Häufige Fragen

Wie plane ich in Google Maps eine Route mit mehreren Zielen?

In der App suchst du das erste Ziel, tippst auf „Route“ und fügst über das Menü mit den drei Punkten und „Zwischenstopps bearbeiten“ weitere Ziele an. Am Computer heißt der Knopf „Ziel hinzufügen“. Die Reihenfolge änderst du, indem du ein Ziel an eine andere Stelle ziehst.

Wie viele Ziele kann Google Maps auf einmal planen?

Bis zu neun Ziele in einer Route, das letzte ist das Endziel. Mit dem Start sind das zehn Orte. Das gilt für Auto, Fahrrad und zu Fuß, für öffentliche Verkehrsmittel nicht.

Wie plane ich mehr als neun Ziele?

Teile die Tour in zwei Routen: Das letzte Ziel der ersten ist der Start der zweiten. Das geht, ist aber Handarbeit, und die Fahrzeit für den ganzen Tag siehst du so nicht.

Sortiert Google Maps die Ziele selbst?

Nein. Google Maps fährt die Ziele in der Reihenfolge, in der du sie einträgst; ändern kannst du sie per Ziehen. Eine kurze Runde aus vielen Adressen rechnen Routenoptimierer.

Kann ich meine Excel-Kundenliste in Google Maps laden?

Ja, über Google My Maps. Die Liste braucht getrennte Spalten für Straße, PLZ und Ort, dann wird jede Zeile ein Punkt. Für die Planung ist das trotzdem nur eine Ansicht: My Maps rechnet keine Fälligkeit und keine Tagesdauer.

Ist Google Maps für den Außendienst kostenlos?

Für die normale Nutzung ja, auch My Maps. Kosten entstehen erst, wenn eine Firma die Google-Schnittstellen in eigene Software einbaut. Das betrifft Entwickler, nicht dich im Auto.

Manuel Ober · Heute Sales Manager, davor ab 2017 im Außendienst, zuerst selbst als Medizinprodukteberater. Er baut trakki für alle, die den Tag im Auto verbringen (die Geschichte). Fehler gefunden oder eine Frage? Schreib mir.